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Pro / Contra

Aus den nun seit gut fünf Jahren laufenden Diskussionen um das Gewerbegebiet Ginsterfeld sind diverse Argumente für und gegen die Erschließung bekannt. Diese habe ich nachfolgend dargestellt. Darüber hinaus empfehle ich die „Erläuterungen zum Einwohnerantrag“, die unter „Downloads“ eingesehen werden können.

 

PRO

  1. Alle Flächen der Gewerbegebiete  Klef und Burghof seien verkauft. Es bestünde dennoch eine große Nachfrage nach Gewerbeflächen.

  2. Die Firma Sonoco, welche einen ihrer beiden deutschen Standorte in Overath unterhält, möchte die beiden Standorte zusammenlegen. Hierzu werden Flächen von etwa 3 ha benötigt, welche die Stadt Overath nur durch Erschließung des neuen Gewerbegebietes anbieten kann. Vorteil des Umzuges von Sonoco wäre das Freiwerden bisher gewerblich genutzter Flächen im Stadtkern. Hierdurch könnten die im Stadtkern gelegenen Gewerbeflächen weiter reduziert und für Wohnbebauung genutzt werden.

  3. Auch die Firma Scharrenbroich soll aus dem Stadtzentrum in ein Gewerbegebiet umgesiedelt werden, um ebenfalls zusätzliche Wohnbebauung im Stadtzentrum zu ermöglichen.

  4. Aus der weiteren Ansiedlung von Gewerbe erhofft sich die Stadt zusätzliche Einnahmen.

  5. Es sollen wohnortnahe Arbeitsplätze für Bürger der Stadt Overath geschaffen werden.

 

CONTRA

  1. Hohe Nachfrage nach Gewerbeflächen
    Herr Bürgermeister Heider gab in seinem Antwortschreiben vom 25.06.2013 an, dass die Nachfrage nach erschlossenen Gewerbeflächen in Autobahnnähe sich Mitte 2013 auf  rund 35 ha (sofort veräußerbar) beläuft. Diese Nachfrage käme aus den Nachbarkommunen ebenso wie von ca. 6 – 7 Overather Firmen, die Flächenbedarf oder einen Verlagerungswunsch angemeldet hätten.

    Die Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern hängt ebenso wie die nach Expansionsflächen von der aktuellen Wirtschaftslage ab. Eine gute konjunkturelle Wirtschaftssituation kann allzu schnell durch nicht zu beeinflussende Faktoren, wie Umweltkatastrophen, den wirtschaftlichen Zusammenbruch einzelner Großkonzerne oder Terroranschläge in das Gegenteil, eine Wirtschaftskriese umschlagen. Treten derartige Ereignisse ein, kann die vorgenannte Nachfrage innerhalb von wenigen Tagen komplett wegbrechen. Es ist daher riskant, eine Investition von fast 10 Millionen Euro lediglich mit der vorhandenen Nachfrage zu begründen. Insbesondere wenn diese Investition mit Krediten vorfinanziert werden muss.

    Weiterhin wurden in der kürzeren Vergangenheit im Umkreis von Overath zahlreiche Gewerbegebiete neu erschlossen oder erweitert. Es könnte daher sein, dass die durch Herrn Heider genannten Betriebe nicht nur in Overath sondern auch in anderen Kommunen Flächenbedarf angemeldet haben.  Die Anfragen bei der Stadt Overath sollten daher mit Vorsicht genossen werden.

    Auch muss bei der Erschließung neuer Gewerbegebiete nicht nur die aktuelle Vermarktungsmöglichkeit sondern auch der mittel- bis langfristige Bedarf an Gewerbegrundstücken berücksichtigt werden. Es ist daher zu begrüßen, dass der Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises ein kreisübergreifendes Gewerbeflächenkonzept initiiert hat. Im Rahmen dieses Projektes wurde inzwischen ein Stadt- und Regionalplanungsbüro mit der Gewerbeflächenprognose für den Rheinisch-Bergischen Kreis beauftragt, mit der neben den verfügbaren Reserven der mittelfristige Bedarf für die gewerbliche Entwicklung des Kreises ermittelt werden soll. Wesentlicher Bestandteil dieser Untersuchung ist unter anderem eine Unternehmensbefragung, die seit Juni 2013 durchgeführt wird. Diese hat eine wesentlich höhere Aussagekraft als die Anfragen einzelner Unternehmer. Es wäre daher ratsam, das Ergebnis dieser Studie abzuwarten, ehe man weitere Planungskosten verursacht.

  2. Sonoco Plastics GmbH
    Wie aus dem Overather Mitteilungsblatt und dem Artikel des Kölner Stadt-Anzeigers vom 05.12.2012 zu ersehen war, möchte die Sonoco Plastics GmbH derzeit keine sichere Standortzusage machen. Demnach ist das Zugpferd für dieses Gewerbegebiet abgesprungen und der ursprüngliche Anlaß nicht mehr gegeben.

    Weiterhin gibt die Stadt Overath an
    , dringend daran interessiert zu sein, Sonoco in Overath zu halten und aus dem Stadtzentrum nach außen zu verlagern. Hier stellt sich die Frage, warum man nicht vorher auf die Idee gekommen ist, bei Sonoco bezüglich der aktuellen Standortplanung nachzufragen. Schließlich ist es ja noch nicht so lange her, dass z.B. im Gewerbegebiet Gut Burghof genug freie Gewerbefläche vorhanden war.

  3. Scharrenbroich
    Die Firma Scharrenbroich hat in Overath zwei Standorte. Der eine liegt im Overather Stadtzentrum, der andere im Gewerbegebiet Vilkerath - Zur Kaule. Eine Zusammenlegung beider Standorte wäre für die Firma Scharrenbroich sicher wünschenswert. Im Overather Stadtzentrum gibt es weder weitere Expansionsflächen, noch ist der Verbleib der Firma Scharrenbroich aus stadtplanerischer Sicht erwünscht. Am Vilkerather Standort hingegen steht in direkter Nachbarschaft zur Firma Scharrenbroich seit mindestens zwei Jahren ein 10.000m² großes Gewerbegrundstück zum Verkauf. Weitere bebaubare Freiflächen scheinen in direkter Umgebung vorhanden zu sein. Hier ist zunächst zu prüfen, ob nicht eine Zusammenführung beider Unternehmensteile am Standort Vilkerath günstiger für alle Beteiligten ist, als die Entwicklung eines neuen, riskanten und kostspieligen Gewerbegebietes.

  4. Zusätzliche Einnahmen
    Die Stadt Overath erhofft sich aus der weiteren Ansiedlung von Gewerbe zusätzliche Einnahmen, die den Haushalt der Stadt stärken sollen.

    Bekanntlich geht es der Stadt Overath finanziell schlecht und die Erschließung eines Gewerbegebietes ist teuer und riskant. Nach den der Öffentlichkeit vorliegenden Informationen ist zu befürchten, dass das Volumen dieses Erschließungsprojektes die 10-Millionen EUR-Marke nur knapp unterschreiten wird. Eine Kosten-Nutzen Analyse liegt bisher nicht vor. 

    Weiterhin sollte man sich veranschaulichen, dass die Gewerbesteuer eine deutsche Ausnahmeerscheinung und im Ausland in vergleichbarer Form nicht anzutreffen ist. Sie wird häufig damit begründet, dass Gewerbebetriebe die Lasten tragen sollen, die durch ihre Ansiedlung und Existenz entstehen. Als wichtigste direkte Einnahmequelle der Gemeinden führt sie jedoch durch immer neue Ausweisung von Gewerbegebieten zu einem enorm hohen Flächenverbrauch. Aus diesem Grund wird sie von vielen Seiten kritisiert und als Finanzierung der Kommunen vermutlich zukünftig auf dem Prüfstand stehen.

    Man kann daher nicht mit Sicherheit behaupten, dass das Gewerbegebiet langfristig zusätzliche Einnahmen für die Stadtkasse bringen wird.

  5. Wohnortnahe Arbeitsplätze
    Weiterhin möchte die Stadt Overath wohnortnahe Arbeitsplätze schaffen. Dieser Wunsch ist verständlich, da ein kurzer Weg zwischen Arbeit und Wohnung ein hohes Maß an Lebensqualität birgt. Allerdings zieht dieses Argument nur, wenn den sich dort ansiedelnden Firmen auch entsprechende Auflagen gemacht werden. So müssten diese ortsansässige Bewerber bevorzugen. Ich glaube jedoch nicht, dass sich Firmen in Bezug auf die Personalauswahl etwas vorschreiben lassen. Für einen Arbeitgeber ist doch in erster Linie die Qualifikation des Bewerbers und nicht sein Wohnort entscheidend.

    Viele moderne Unternehmen setzen darüber hinaus auf einen hohen technischen Standard. Dies geht meist zu Lasten der Arbeitsplätze, sodass womöglich auf eine große Gebäudefläche nur ein paar wenige Arbeitsplätze kommen.

  6. Landfraß
    "Die Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrszwecke zählt heute in Deutschland wie auch in anderen Industrienationen zu den drängendsten Umweltproblemen. Nach wie vor werden täglich rund 90 ha in Deutschland durch Siedlungs- und Verkehrsmaßnahmen neu in Anspruch genommen. Dies führt im Wesentlichen zu einem Verlust landwirtschaftlicher Flächen. 
    Das Ziel der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, den Flächenverbrauch bis 2020 auf 30 ha pro Tag zu reduzieren, ist in weiter Ferne. Während der Schutz der freien bzw. unzerschnittenen Landschaft sowie der Lebensräume für Tiere und Pflanzen heute allgemein anerkanntes Ziel ist, wird dem Schutz des Bodens als Grundlage für die landwirtschaftliche Produktion von Lebens- und Futtermitteln sowie nachwachsenden Rohstoffen bisher nicht ausreichend Rechnung getragen. Seit 1992 sind der Landwirtschaft auf diese Weise rund 820.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen verloren gegangen.

    Die Landwirtschaft steht weltweit vor der Herausforderung, eine bis 2050 auf 9 Milliarden Menschen wachsende Weltbevölkerung zu ernähren und ferner einen spürbaren Beitrag zur Energieversorgung durch nachwachsende Rohstoffe zu leisten. Die unerlässliche Produktionsgrundlage dafür ist Boden, den es zu erhalten und zu schützen gilt.“
     (Quelle: Deutscher Bauernverband)

    Nicht zu vergessen sind auch die Folgen des nicht mehr abwendbaren Klimawandels. In heute schon wärmeren Regionen werden zahlreiche landwirtschaftlich genutzte Flächen aufgrund des Temperaturanstieges unfruchtbar werden und versteppen. Dennoch wächst die Erdbevölkerung weiter und muß ernährt werden. Umso mehr muß Deutschland auch in Zukunft fähig sein, seine Bevölkerung durch eigene Produktion von Nahrungsmitteln zu versorgen. Hierfür wird jeder Hektar Ackerfläche nötig sein.

    Auch vor diesem Hintergrund ist der Flächenverbrauch für ein neues Gewerbegebiet dringend zu prüfen.

  7. Beeinträchtigung der Aussicht
    Mit der Erschließung dieses Gewerbegebietes wird für viele Overather Bürger die ungestörte Aussicht in die Natur der Vergangenheit angehören. Dieses Gewerbegebiet ist von vielen Overather Wohngebieten aus einsehbar, so z.B. von Marialinden, Burg, Weißenstein, Büscherhöfchen, Lölsberg, Wasser, Ferrenberg, Federath. In der Begründung zum 1. Bebauungsplanentwurf wurde dieser Aspekt gar nicht behandelt! Eine Berücksichtigung, insbesondere vor dem Hintergrund der laut 1. Planentwurf zulässigen Gebäude mit einer Höhe bis 25m und einer Länge von über 50m wäre hier angebracht. 

    Stattdessen wird von einer geringen visuellen Beeinträchtigung des unmittelbaren Wohnumfeldes gesprochen, da das Gebiet "nach Süden zur BAB A4 abfällt und durch vorhandene Wald- und Gehölzbestände abgeschirmt wird." Zumindest der Bereich von Gut Ennenbach wird mit einer "mittleren Empfindlichkeit" eingestuft.  Diese Einschätzungen sollten aufgrund der o.g. zulässigen Ausmaße der Bebauung nochmals überprüft werden.

  8. Höheres Hochwasserrisiko durch zusätzliche Flächenversiegelung
    Gemäß der ersten im Januar 2013 vorgelegten Entwürfe war im Zuge der geplanten Bebauung eine Bodenversiegelung von 136.000m² geplant. Das Ausmaß der aktuell geplanten Versiegelungsfläche wird analog zu der nun kleineren Version „Ginsterfeld“ sicher geringer ausfallen. Dennoch muß das anfallende Regen- und Oberflächenwasser, dass nicht mehr natürlich versickern kann, über ein Regenwasserrückhaltebecken der Agger zugeführt werden. Die genaue Größe der zu versiegelnden Fläche bleibt abzuwarten.

    Wir erinnern uns an die beiden Hochwasser im Sommer 2012 und 2013, bei denen die ganze Overather Hauptstraße nach einem Unwetter unter Wasser stand und das Wasser erheblichen Schaden bei vielen Overather Geschäfts- und Privatleuten angerichtet hat. Derartige Überschwemmungen sind nicht zuletzt die Folge von zunehmender Bodenversiegelung. Die nicht mehr den heutigen Versiegelungsverhältnissen entsprechenden Entwässerungskanäle sind zu klein dimensioniert.

    Durch das oben beschriebene Regenrückhaltebecken soll es zu einer gedrosselten Einleitung des Regenwassers in den „Langen Siefen“ und dann in die Agger kommen. Auch wenn die Einleitung gedrosselt erfolgt, fliest mehr Regenwasser in die Agger als zuvor. Bei starken und länger andauernden Regenfällen steigt daher die Hochwassergefahr an der Agger, was den flußnahen Siedlungen erheblichen Schaden zufügen kann. 

     

  9. Zusätzlicher PKW- und Schwerlastverkehr auf der K38
    Durch ein neues Gewerbegebiet ist mit einer höheren Verkehrsbelastung zu rechnen. Dies wurde auch in der Begründung zur im Januar 2013 vorgelegten Planung genannt (s. Teil 2 - Umweltbericht, Ziffer 4.1 "Schutzgut Mensch, Gesundheit des Menschen und Bevölkerung"). Hier wird sogar von einer mittleren bis hohen Zunahme des Verkehrsaufkommens gesprochen. Dennoch wurden die Beeinträchtigungen der Bevölkerung als nicht erheblich eingestuft, da man davon ausgeht, dass sich die An- und Ablieferung hauptsächlich auf den Teilbereich der K38 zwischen dem neu anzulegenden Kreisverkehr am Gut Ennenbach und der BAB 4 konzentrieren wird.

    Was ist aber mit den Bewohnern von Gut Ennenbach? Und was geschieht, wenn die Autobahn gesperrt ist oder hier ein erhebliches Verkehrsaufkommen (Stau) herrscht? Werden die An- und Ablieferer dann nicht vielleicht doch die Umleitung über den oberen Teil der K38 Richtung Autobahnanschluß Untereschbach nehmen. Diese Umleitung ist zwar nicht ausgewiesen, aber mit Hilfe von Navigationssystemen sicher auffindbar. Im Umweltbericht wurde diese Möglichkeit nicht erwähnt. Es ist daher in jedem Fall eine höhere Feinstaub- und Lärmbelästigung, nicht nur für die Bewohner von Propstbalken, Kleinbalken, Meesbalken und Gut Ennenbach, sondern auch für die Bewohner von Kreutzhäuschen und dem Holzbachtal zu erwarten.

    Darüber hinaus glänzt die Kreuzung B55/K38 (McDonalds/ Metten/ Jäger-Tankstelle) bekanntlich mit kurzen Ampelphasen. Aus Richtung Overath kommend muß man sich als Linksabbieger in Richtung "Ginsterfeld" beeilen, wenn man als drittes Auto während einer Grünphase über die Ampel kommen will. Gleiches gilt, wenn man aus Richtung "Ginsterfeld" kommt und auf die Autobahn A4 fahren möchte. Die bereits jetzt grenzwertige "Durchlaßfähigkeit" der Kreuzung wurde seitens der Straßenbauverwaltung im Rahmen der ersten Öffentlichkeitsbeteiligung ebenfalls festgestellt. So wird darauf hingewiesen, dass die Kreuzung ggfs. durch die Errichtung eines Kreisverkehres leistungsfähiger umzubauen sei. Eine Kostenübernahme wird seitens der Straßenbauverwaltung abgelehnt, sodass an dieser Stelle weitere Kosten für die Stadt Overath entstehen werden.

    Auch sollte der Zustand der über 40 Jahre alten Straßenbrücke über die Autobahn zwischen dem bereits bestehenden Gewerbegebiet Gut Burghof und dem geplanten Gewerbegebiet Ginsterfeld geprüft werden. Diese Brücke wurde in den 70er Jahren erbaut. Damals war das Gewerbegebiet Ginsterfeld im gültigen Gebietsentwicklungsplan noch nicht ausgewiesen. Wahrscheinlich ist diese Brücke demnach nicht für den zu erwartenden Schwerlastverkehr ausgelegt. Eine Prüfung der Tragfähigkeit ist daher zwingend notwendig. Sollte diese nicht ausreichen, muss die Brücke verstärkt oder ggfs. sogar erneuert werden. Voraussichtlich sind auch diese Kosten zumindest teilweise durch die Stadt Overath zu tragen.

    Weiterhin ist allen Overathern das innerstädtische Verkehrsproblem bekannt. Der Ortskern von Overath steht jetzt schon kurz vor dem Verkehrsinfarkt. Seit Jahren gibt es Probleme mit dem Luftreinhalteplan. Durch die Erschließungsmaßnahme Ginsterfeld wird der Verkehr, insbesondere der Schwerlastverkehr zunehmen. Da man jetzt schon nicht in der Lage ist, schwere LKW´s trotz Durchfahrverbot aus der Stadt herauszuhalten, ist mit einer drastischen Verschärfung der Situation, insbesondere von und in Richtung Siegburg/A3, zu rechnen.

  10. Lichtverschmutzung
    Durch die Bebauung zuvor landwirtschaftlich genutzter Flächen wird die Lichtverschmutzung gefördert. Dieser Aspekt ist in der Begründung zum Planentwurf gar nicht enthalten.

    Der Begriff der Lichtverschmutzung bezeichnet die Aufhellung des Nachthimmels durch von Menschen erschaffene, installierte und betriebene Lichtquellen. Künstliche Lichtquellen "verschmutzen" die natürliche nächtliche Dunkelheit und können deshalb als eine spezielle Art der Umweltverschmutzung angesehen werden.

    Die Zerstörung der Nacht beeinflusst bestehende Ökosysteme und hat vielfältige Folgen für Pflanzen und Tiere. So werden Pflanzen durch eine künstlich aufgehellte Umgebung in ihrem Wachstumszyklus beeinflusst. Weiterhin wurden Auswirkungen auf das Tierreich, wie z.B. auf Zugvögel, nachtaktive Insekten, Fledermäuse und Frösche beobachtet.

    Darüber hinaus wird die nächtliche Beleuchtung (Straßen- und Werbebeleuchtung) vom unmittelbaren Wohnumfeld wie auch von den weiter entfernten Wohngebiete gut sichtbar sein. Leuchtendes Beispiel ist das „goldene M“.

 

 

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